Autor: MdB - Dr. Helge Braun
Auf Einladung des Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Dr. Helge Braun sprach am vergangenen Freitag Prof. Joybrato Mukherjee vor den Mitgliedern des CDU Kreis-vorstandes in den Lindener Ratsstuben. Der CDU Kreisvorstand setzte mit dem Besuch des Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen eine lange Tradition von Gesprächsrunden mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fort.
Bei der Vorstellung des Gastes nutzte Dr. Helge Braun die Gelegenheit, Prof. Mukherjee zu versichern, dass die Justus-Liebig-Universität für den Landkreis Gießen, als größter Arbeit-geber und innovative Triebfeder der Wirtschaft, eine herausragende Bedeutung hat. „Die CDU wird auch in Zukunft die heimischen Universitäten auf allen Ebenen weiter unterstützen und stärken", so der CDU Kreisvorsitzende.
Prof. Joybrato Mukherjee beschrieb in seinem Referat die heimische Universität als Modell-universität mit internationaler Ausrichtung und machte deutlich, dass ich die JLU im Ver-gleich mit den südhessischen Universitäten nicht verstecken müsse. In Zukunft müsse sich die Universität aufgrund des Demografischen Wandels im Wettbewerb um Studenten und For-schungsmittel die begonnene Schwerpunktbildung weiter ausbauen. Aufgrund von „Doppel-abiturjahrgänge" und Studierenden, die aufgrund von Studiengebühren zum Studieren nach Hessen kommen, sei kurzfristig nicht mit einer sinkenden sondern mit einer steigenden Anzahl von Studienanfängern zu rechnen. Langfristig müsse sich die Universität jedoch neu aus-richten und sich für eine größere Gruppe von Studieninteressierten, vor allem in den Bereichen der Fortbildungs- und Masterstudiengänge, öffnen.
Auf eine Nachfrage über die internationale Ausrichtung der Universität antwortete Mukher-jee, dass die Justus-Liebig-Universität beim letzten Uni-Ranking des Deutschen Akademi-schen Auslandsdienstes einen sehr guten Platz eingenommen habe und beim Ausbau der in-ternationalen Graduiertenförderung noch große Potentiale sehe.
Im Bereich der Forschung müsse sich die JLU einer ausdifferenzierten Forschungslandschaft stellen und dabei weiter Profilentwicklung betreiben. Die Schwerpunktbildung in den Berei-chen Kultur- und Lebenswissenschaften soll weiter vorangetrieben werden, jedoch ohne die interdisziplinäre Ausrichtung und den Status einer Volluniversität zu verlieren.
Auf die Zusammenarbeit mit dem privatisierten Universitätsklinikum angesprochen, berichtete Mukherjee, dass es mit dem Rhönklinikum eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Lehre gebe. Er machte dabei nochmals deutlich, dass aufgrund der Trennungsrechnung keine Quersubventionierung von Krankenversorgung durch die Universi-tät stattfinde.