CDU nominiert Spitzenkandidat für Bundestagswahl - Eurobonds und Koalition mit Grünen eine klare Absage erteilt**

Langanhaltender Beifall verbunden mit einem starken Vertrauensbeweis, der in Zahlen ausgedrückt 98 Prozent bedeutet - so nominierte die heimische CDU den Gießener Kreisvorsitzenden und Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Helge Braun, bereits zum vierten Mal als Spitzenkandidat für den Wahlkreis 173 Gießen/Vogelsberg. 131 der insgesamt 134 Delegierten votierten im Bürgerhaus Reiskirchen für Braun, drei verweigerten ihm die Zustimmung, nachdem er zuvor in einer 45-minütigen Rede die Kernpunkte seiner Politik dargelegt hatte.

Drei Mal hat der Mediziner den Einzug in den Bundestag geschafft - lediglich 2005 klappte es nicht - und zuletzt 2009 sogar das Direktmandat gewonnen. Dieses gilt es nun zu verteidigen. In seiner Rede streifte er Europa- und Bundespolitik ebenso wie die ihm „am Herzen liegende Politik vor Ort“. Wachstum, Wohlstand und soziale Sicherheit zu wahren und zu mehren, nannte er dabei als große Herausforderung, bekannte sich zum Rechtsanspruch für einen Kindergartenplatz und sprach sich klar für eine Anhebung der Steuerfreibeträge aus, damit den Bürgern ihre „Lohnerhöhungen durch die kalte Progression nicht wieder weggesteuert werden“. Dem Mindestlohn erteilte er eine Absage, er votierte für das Konzept der Lohnuntergrenze, die „Entfaltung für jeden Einzelnen in schwieriger Zeit“ und bezeichnete die nächste Bundestagswahl als eine „Schicksalswahl für den Wohlstand in Deutschland“.

Das Amt bereite ihm große Freude, ebenso die Tatsache, dass es gelungen sei, dass mehr Menschen Arbeit haben und mehr Eltern die Möglichkeit haben, sich ihren Erwerbswunsch zu erfüllen, weil eine gesicherte Kinderbetreuung bestehe. Dies sei aber auch nur möglich gewesen, weil die CDU hinter dieser Regierung stehe, „und deshalb geht es Deutschland heute so gut“. Eurobonds erteilte er ebenso eine klare Absage wie den Vorschlägen des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zur Bewältigung der Krise, sei es doch die SPD gewesen, die Griechenland in die Eurozone aufgenommen, die Maastricht-Kriterien aufgeweicht und die Finanzmärkte dereguliert habe. „Die Opposition hat in der Krise nichts zu bieten. Ihre Vorschläge sind eine Gefahr für Deutschland“, so Braun. „In einer solchen Zeit ein halbes Dutzend Steuererhöhungen anzukündigen ist maßlos und respektlos gegenüber allen Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen und hart arbeiten, um sich und ihren Familien einen bescheidenen Wohlstand aufzubauen.“ Die Energiewende spiele eine große Rolle bei der wirtschaftlichen Zukunft und auch bei den Landwirten. „Die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir mit Augenmaß und wirtschaftlichem Sachverstand sowie regelmäßigen Monitoringberichten und Nachsteuerungen den Prozess eng führen.“ Einer immer wieder diskutierten Koalition mit den Grünen erteilte er mit dem Hinweis, dass es mit diesen nicht möglich sei, Deutschlands Zukunft zu gestalten, eine klare Absage. „Die rot-grüne Regierung hatte kein Energiekonzept. Wir haben eine breite Basis an Herausforderungen, wie die Energiewende gelingt“, versicherte Braun, der gerne daran weiterarbeiten möchte, dass „die guten Erfolge in schwieriger Zeit 2013 nicht durch eine falsche Politik wieder infrage gestellt werden“.

Nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses durch den Kreisvorsitzenden Vogelsberg, Ulrich Künz, überreichte Ehren-Kreisvorsitzender und Ministerpräsident Volker Bouffier Blumen und einen „Keltenkorb“ an Braun. Und als Künz noch verriet, dass Braun vor einer Woche Katja Häckel geheiratet hat, gab es Sonderapplaus für die Eheleute, die zahlreiche Hände schütteln mussten.

(Quelle: Gießener Anzeiger)

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