„Es wird höchste Zeit, sich im Interesse der Schülerinnen und Schülerinnen und deren Eltern wie auch der Schule an sich auf eine sachliche Ebene zu begeben, statt stur auf gefassten Beschlüssen zu beharren„ konstatierten für die CDU Kreistagsfraktion deren Fraktionsvorsitzender Claus Spandau  und die schulpolitische Sprecherin Ursula Häuser in der Sitzung der Fraktion am Donnerstag dieser Woche. Das Schwarze Peter-Spiel bringt uns keinen Schritt weiter, sondern verunsichert Eltern und Schüler und schadet dem Schulstandort.

Verwunderlich ist es aber, dass seitens der Koalition aus SPD, Bündnis 90/Grüne und FW bisher keinerlei Schritte unternommen wurden, hier eine Lösung herbeizuführen, die die Lumdatalschule in Allendorf auch weiterhin erhält. Man brauche nur einen anderen Weg – wie von CDU und FDP im letzten Kreistag wiederholt eingefordert – zu gehen, nämlich einen Verbund mit der CBES in mit Lollar zu suchen und umzusetzen. Es stellt sich hier die Frage, warum die Koalition ihr ideologisches Leitbild aufrecht erhält und so eine Schließung in Allendorf billigend in Kauf nimmt, so Häuser und Spandau.

Aus Sicht der CDU hat die Gesamtschule Allendorf nur eine Chance zum Fortbestand, wenn das gymnasiale Angebot vor Ort erhalten  und das gesamte Angebot der kooperativen Gesamtschule im Verbund mit der CBES entsprechend fortgeschrieben wird. Hier gilt es, pädagogische Konzepte zu entwickeln, die für beide Schulen Synergieeffekte darstellen.

Die CDU fordert die Koalition und die Dezernentin auf, endlich ideologischen Ballast  abzuwerfen und einen anderen Weg zu beschreiten, als den bisherigen Schulverbund mit der Theo-Koch-Schule in Grünberg anzustreben. Dies bedeute aber gleichzeitig, den in Wiesbaden liegenden Entwurf des Schulentwicklungsplans zurückzuziehen und diesen nach Beschlussfassung eines Schulverbundes Allendorf/Lollar erneut vorzulegen. 

Bereits im Oktober 2013 haben sich das Kollegium der Lumdatalschule und das Staatliche Schulamt in der Anhörung für die  CBES ausgesprochen. Die Koalition wollte diesem Ansatz damals nicht folgen und hat mit ihrem damaligen Beschluss eines Schulverbundes mit Grünberg einen Weg eingeschlagen, der zu Lasten  der Schulgemeinde im Lumdatal  geht. Das Staatliche Schulamt geht davon aus, dass eine Umwandlung der Lumdatalschule in eine IGS dazu führen würde, dass potentielle Gymnasialkinder nach der Grundschule von ihren Eltern an der KGS Lollar oder einem der Gießener Gymnasien angemeldet würden, um – wie dies bisher auch in Allendorf der Fall ist – im gymnasialen Bildungsgang beschult werden zu können.

Es wird Zeit, dass Eltern und Schüler, die die Lumdatalschule für das kommende Schuljahr wählten, zur Ruhe kommen, indem dort der Fortbestand als Verbundschule mit Lollar sichergestellt wird. In diesem Zusammenhang ist die Schuldezernentin, Frau Dr. Schmahl, ebenfalls gefordert, die Schülerbeförderung in der Region hin zur GSL nach Allendorf zu verbessern, fordern die Allendorfer CDU-Politiker Bernbeck und Krieb.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag