KLEINLINDEN CDU-Kreisverband feiert Tag der Deutschen Einheit / Stadt als „Sinnbild und Ziel von Freiheit“

GIESSEN-KLEINLINDEN. „Das Wetter passt zu diesem Tag“, freute sich der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus Peter Möller bei der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit am Gedenkstein vor dem Bürgerhaus Kleinlinden. Sonne und angenehme Temperaturen begleiteten die rund 100 Zuhörer, die auf Einladung des CDU-Kreisverbands gekommen waren. Die Wiedervereinigung berühre ihn immer noch sehr, sagte Möller. Die Stadt Gießen bezeichnete er als ein „Sinnbild und Ziel von Freiheit“, das dürfe man in der Stadt nicht vergessen. Heute gebe es in Gießen wieder eine Herausforderung durch den Zustrom der vielen Flüchtlinge, sie rücke in den Fokus der Weltpolitik. Der Vorsitzende sagte, man solle „die Arme offenhalten“.

Durch die deutsche Wiedervereinigung sei zusammen gewachsen, was zusammengehört, unterstrich er. Möller machte deutlich: „Wir leben auf einer Insel der Freiheit und des Wohlstandes“, und das sei ein großer Grund zur Freude an diesem Nationalfeiertag. Auf das schöne Wetter ging der Kreisvorsitzende und Staatsminister bei der Bundeskanzlerin, Dr. Helge Braun, in seiner Rede ein. Es sei „ein äußeres Symbol für diesen Feiertag“. „Ost und West sind mehr zusammen gewachsen, als mancher glaubt“, machte der Politiker deutlich. Den typischen Ossi und Wessi gebe es nicht. Die Infrastruktur im Osten bezeichnete er als besser ausgebaut als im Westen.

In der damaligen DDR sei viel Unrecht geschehen, weshalb die CDU den Osten als Unrechtsstaat bezeichne. Die derzeit aktuellen politischen Ereignisse in der Ukraine hätten einen unmittelbaren Bezug zum Nationalfeiertag. „Wie sehr würde man sich jetzt wünschen, dass die Ukraine das gleiche Glück gehabt hätte, wie die Wiedervereinigung, die friedlich erfolgte.“ Das Beispiel der Deutschen Einheit könne der Ukraine Mut machen, betonte Braun. „Wir müssen dankbar sein, es hätte auch anders kommen können, wenn Gorbatschow nicht gewesen wäre.“ Der Staatsminister zog den Vergleich zwischen DDR 1989 und der Ukraine heute. Das zeige, welches Glück Deutschland mit der damaligen Führung Russlands hatte. Das sei bei aller Unterschiedlichkeit der beiden historischen Gegebenheiten auch ein Punkt der Hoffnung für die Ukraine heute, dass es friedlich gelingen kann, das Land wieder zu vereinigen. Braun unterstrich, Deutschland gehe es wirtschaftlich so gut wie nie.

Als Herausforderung stellten sich der demografische Wandel und die Wirtschaft in Europa dar. Er forderte dazu auf, den Weg Europas weiterzugehen. Nach dem Singen der Nationalhymne wartete die traditionelle Gulaschsuppe auf die Gäste.

(Quelle: Gießener Anzeiger)

 

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