Nahezu 500 Gäste folgten Ministerpräsident Volker Bouffier als Festredner beim traditionellen Neujahrsempfang des des CDU Kreisverbandes Gießen in die Pohlheimer Volkshalle. Zahlreiche Mitglieder für langjährige Mitgliedschaften geehrt.

Der Kreisvorsitzende Dr. Helge Braun ging in seiner Begrüßung auf das Wortdes Jahres „Wutbürger“ ein und stellte fest,  dass es eigentlich keinen Grund zur übermäßigen Klage gibt: Der Aufschwung ist bei den Arbeitsplätzen angekommen, deutsche Schüler schneiden immer besser bei Pisa ab, seit über 60 Jahre leben die Menschen in Deutschland in Frieden und Wohlstand. „Es ist ein Privileg in Deutschland zu leben, wir sollten ein bisschen dankbar dafür sein.“

Mit Blick auf die Kommunalwahl zog Dr. Braun eine positive Bilanz über die vergangenen fünf Jahre bürgerliche Koalition im  Landkreis Gießen. „Alleine in dieser Periode wurden 65 Millionen in die kreiseigenen Schulen investiert. Der Umzug an den  Riversplatz ist ein voller Erfolg und ermöglicht sogleich, dass die FH Gießen-Friedberg sich zur Technischen Hochschule  weiterentwickeln kann. Ebenfalls von weitreichender Bedeutung ist die Gründung einer Solar-Stiftung, die nicht nur die  Nutzung der kreiseigenen Dachflächen zur Gewinnung von alternativer Energie ermöglicht, sondern deren Gewinne auch  die Ausstattung der Schulen verbessert. Es waren fünf gute Jahre für den Landkreis Gießen. Wir appellieren an die  Bürgerinnen und Bürger am 27. März CDU zu wählen und uns wieder die Verantwortung für den Landkreis Gießen zu  übertragen,“ so Dr. Braun.

Mit Blick auf die überstandene Wirtschafts- und Finanzkrise lobte der hessische Ministerpräsident und  Ehrenkreisvorsitzende des CDU Kreisverbandes Gießen, Volker Bouffier, das verantwortliche Handeln der Bundesregierung  in den vergangenen Monaten. „Deutschland ist besser aus der Krise gekommen, wie kein anderes  vergleichbares Industrieland.“ Das liege vor allem an den innovativen und kreativen Betriebe des Mittelstandes, die weiterhin Arbeitsplätze schaffen und die auch in der Krise ihre Mitarbeiter weiterbeschäftigten sowie die maßvolle Lohnpolitik der  Gewerkschaften.

Kritisch wurden die Äußerungen der Vorsitzenden Partei „Die Linken“, Gesine Lötsch, gesehen, die in einem Beitrag für eine Zeitung empfahl, den Kommunismus zu erproben. „Ich habe mir nicht vorstellen können, dass 20 Jahre nach dem Mauerfall  jemand auf eine solche Idee komme. Die Antwort auf den Kommunismus ist die soziale Marktwirtschaft,“ so  Bouffier.

Die bevorstehende Volksabstimmung zur Aufnahme der „Schuldenbremse“ in die Verfassung bezeichnete Bouffier als  wichtigen Schritt. Seit über 40 Jahren werden in Hessen Schulden gemacht, so der Landesvater. Die Politik müsse den Mut  haben, dies zu ändern. Die Schuldenbremse bezeichnete Bouffier als alternativlos, damit die folgenden Generationen  finanziell Handlungsfähig blieben und nicht von den Schulden der vorhergehenden Generationen erdrückt würden.  Abschließend betonte Ministerpräsident Bouffier die Bedeutung der Bildung für Hessen und erteilte eine Absage an eine von  oben verordnete Einheitsschule.

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