Gute Stimmung nach den Erfolgen bei der Bundestags- und Landtagswahl prägte den Parteitag des CDU Kreisverbandes Gießen in der Busecker Kulturhalle. Kreisvorsitzender Dr. Helge Braun, der sein Bundestagsdirektmandat im September gegen SPD-Konkurrenten Rüdiger Veit verteidigte und jetzt als Staatsminister im Kanzleramt eine zentrale Rolle in der neuen Regierungsmannschaft in Berlin einnimmt, erhielt mit 93,5% der Stimmen sein bisher bestes Wahlergebnis als Kreisvorsitzender und startet nun in sein elftes Amtsjahr als Chef der Christdemokraten im Landkreis Gießen.

In seiner Rede bedankte sich der 41-Jährige für das große Vertrauen der Wähler und die engagierte Unterstützung in der Partei und definierte die Regierungsaufgabe für Volker Bouffier in Hessen und für den Bund so: "Im Wahlkampf haben die Grünen als Programm angeboten, durch Verbote uns alle zu einem von den Grünen definierten Lebensstil zu zwingen. Die SPD hat mit der These, es gebe keine Solidarität zwischen Arm und Reich die Leistungen unser Gesellschaft missachtet. Die Menschen haben gesehen: Unter der Führung der CDU geht es unserem Land immer besser, mehr junge Menschen haben Bildungschancen, mehr Menschen haben Arbeit - und zwar gute Arbeit! Daran müssen wir in den kommenden Jahren weiter arbeiten: Jedem Menschen zusätzliche Chancen geben auf Bildung, auf Arbeit, auf Wohlstand und die Erfüllung individueller Lebensträume."

Braun unterstrich, dass es die Aufgabe der Kreispolitik sei, die positive Gesamtentwicklung in Deutschland und in Hessen auch für die heimische Region zu nutzen. Dabei bliebe der Landkreis Gießen unter der aktuellen Kreisregierung hinter seinen Möglichkeiten zurück. Weder gelinge eine nennswerte Ansiedlung von Produktionsbetrieben in der Region trotz der zentralen Lage, noch sei eine Umsetzung der ehrgeizigen Ziele der Koalition bei der Energiewende in Sicht. Ausfallende Kreistagssitzungen seien das äußere Zeichen des Gestaltungsstillstandes. Als Ergebnis der früheren CDU-geführten Politik wies Braun auf die städtebauliche Entwicklung am Berliner Platz/Ostanlage hin. Die mutige Entscheidung des Umzugs der Kreisverwaltung habe wichtigen Raum geschaffen für eine Campuserweiterung der Technischen Hochschule Mittelhessen und den Bau des Großkinos, das vor kurzen eröffnet wurde.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion Claus Spandau berichtete für die Kreistagsfraktion und kritisierte insbesondere die Haushalts- und Personalpolitik der Kreisregierung.

In einem Grußwort stellte sich der neue hessische Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel der Versammlung vor und verwies auf das Ziel der neuen Landesregierung, für Schulfrieden zu Sorgen und den Pakt für den Nachmittag schnell umzusetzen.

Bei den weiteren Wahlen wurden Christel Gontrum (Hungen), Anja Sames-Postel (Pohlheim), Norbert Arnold (Linden) und Klaus-Peter Möller (Gießen) als stellvertretende Kreisvorsitzende in ihren Ämtern bestätigt. Reinhard Peter (Pohlheim) bleibt Schatzmeister, Andrea Barbara Walker (Wettenberg) Schriftführerin.

Zu Beisitzern wurden gewählt: Isabel de Jesus Domicke (Pohlheim), Jennifer Etzrodt (Gießen), Gregor Gorecki (Lich), Matthias Klose (Fernwald), Dr. Ulrich Lenz (Linden), Christopher Lipp (Langgöns), Julia Sator (Gießen), Martin Schlicksupp (Gießen), Marcel Schlosser (Grünberg), Monique Schmitt (Buseck), Sven Simon (Buseck), Randy Uelman (Gießen).

 

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