B u s e c k. »Die Energiewende ist eine Chance für den Standort Deutschland, eine Frischzellenkur für die Wirtschaft«, unterstrich Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) gestern Abend bei einer Wahlveranstaltung des CDU-Kreisverbands im Busecker Kulturzentrum. Und schob auch gleich hinterher, wer seiner Meinung nach diese Herausforderung nicht meistern kann: Rot-Grün.

Diese beiden Parteien in Person von Trittin und Gabriel hätten elf Jahre lang die Frage des Transports von Erzeugerstandorten wie den Windkraftanlagen an der Küste in die Ballungszentren im Süden ebenso vernachlässigt wie die Stromspeicherung.

Denn entgegen früheren Zeiten der Industrialisierung stünden die Kraftwerke eben nicht mehr in den großen Ballungszentren, sondern der Strom werde an der Küste oder auf dem Land erzeugt: »Die Landwirtschaft ist nach 150 Jahren ein Gewinner der Industrialisierung, Landwirte sind jetzt Energiewirte «, postulierte Altmaier und erntete dafür den Beifall der rund 150 Zuhörer, unter ihnen auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, der Busecker CDU-Vorsitzende Oliver Steinbach, Staatssekretär Dr. Helge Braun und Landtagskandidat Klaus Peter Möller, die ihrerseits die Zuhörer auf die Wahlen am 22.

September einstimmten. Rot-Grün, so Altmaier, befänden sich im Irrtum, wenn sie meinten, die Energiewende müsse notfalls auch mit einem Verzicht auf Wohlstand einhergehen. »Sie wird nur dann ein Erfolgsmodell, wenn Deutschland eines der wirtschaftlich stärksten Länder bleibt«, stellte er klar. Die Energiewende müsse aber auch bezahlbar bleiben und dürfe die Beteiligten nicht überfordern – den einzelnen Verbraucher ebenso wenig wie die Industrie und den Mittelstand, der die Breite der Arbeitsplätze schaffe. Nur so werde die Energiewende ihre Strahlkraft auch auf Länder wie China ausüben, die ihren wachsenden Wohlstand mit immer neuen, umweltschädlichen Kohlekraftwerken schaffen würden Letztlich dürfe man auch nicht wie beispielsweise in den achtziger Jahren bei der Mikroelektronik eine technische Revolution verschlafen: »Wir haben jetzt die Möglichkeit, dem Qualitätsbegriff Made in Germany wieder neuen Glanz zu verleihen.«

(Quelle: Gießener Allgemeine)

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