Minister Braun wirbt an Herderschule für die Europawahl 

Gießen. Anlässlich des Europatages diskutierte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatsminister Dr. Helge Braun mit Schülerinnen und Schülern der Herderschule über Europa, die bevorstehenden Wahlen und das Internet. Dabei wurde deutlich: Datenschutz und Online-Sicherheit stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. Der ehemalige Liebigschüler begab sich am Montagmorgen in selbsternanntes »Feindesgebiet« und stand in der Schulmensa der Herderschule zum Thema Europa Rede und Antwort. Dabei gab er zunächst ein deutliches Statement für die Europäische Union ab und warb bei den Schülern der 12. und 13. Klassen um Teilnahme an den Wahlen. »Europa ist Bildungschance, Wachstum und Wohlstand«, sagte Braun. »Wir brauchen dieses Europa, weil es Demokratie und Frieden garantiert.«

Der Entbürokratisierungsbeauftragte der Bundesregierung versuchte zudem mit Vorurteilen gegen die europäische Bürokratie aufzuräumen. Natürlich klängen Gesetze komisch, in denen etwa der Krümmungsgrad einer Banane vorgegeben wird. Doch habe dies einen Volumenzuwachs von 30 Prozent pro Bananenkiste und damit eine Transportoptimierung gewährleistet.

Viel mehr interessierten die Schüler der Oberstufe aber Belange, die sie direkt betreffen, etwa Internet und Datenschutz. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sie sich mit diesem Thema befassen. Das EuGH-Urteil, das eine Seitensperrung im Internet vereinfache etwa wurde thematisiert. »Zensur geht gar nicht«, befand Braun und traf damit den Nerv der Schüler. Zudem machte er auf Nachfrage klar, dass man deutsche Datenschutzrichtlinien nicht ohne Weiteres auf internationale Dienstleistungen (facebook.com, google.com) anwenden könne. Der Gießener appellierte an die Vernunft der Betroffenen, denn hier sei jeder Nutzer selbst verantwortlich.

(Quelle: Gießener Allgemeine) 

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