Staats­mi­nis­ter Hel­ge Braun stimmt Mit­glie­der auf die näch­sten Mo­na­te ein / „Oh­ne uns darf nie­mand re­gie­ren“ / Vol­ker Kau­der kommt

GIES­SEN. „Los geht`s! Bun­des­tags­wahl 2017.“ So stand es in gro­ßen Buch­sta­ben auf der Lein­wand im Bürg­er­haus Reis­kir­chen, wo­hin die hei­mi­sche CDU ih­re Mit­glie­der zum Start­schuss für die am 24. Sep­tem­ber an­ste­hen­de Bun­des­tags­wahl ein­ge­la­den hat­te. Fünf Mo­na­te vor dem Ur­nen­gang stell­te Kreis­vor­sit­zen­der und Staats­mi­nis­ter bei der Bun­des­kanz­le­rin, Prof. Dr. Hel­ge Braun, die Pla­nun­gen für den Wahl­kampf vor, der dann ab dem 12. Au­gust in sei­ne „hei­ße Pha­se“ ein­tritt.

„Es geht da­rum den Leu­ten zu zei­gen, dass man da ist“, ver­si­cher­te Braun, um sog­leich auch auf ei­ne klei­ne, be­reits ge­star­te­te Er­folgs­ge­schich­te zu ver­wei­sen. Auf ei­nen Kaf­fee mit Hel­ge Braun heißt die Ak­ti­on, die be­reits bis En­de Ju­ni kom­plett aus­ge­bucht ist. „Über­zeu­gungs­ar­beit leis­ten, deut­lich ma­chen, wo­rauf es wirk­lich an­kommt: Da­für kom­me ich ger­ne vor­bei“, so Braun, der bei in­te­res­sier­ten Pri­vat­leu­ten vor­bei­schaut, mit die­sen über ak­tu­el­le po­li­ti­sche The­men oder was sonst so auf dem Her­zen liegt plau­dert. Zu­dem ver­riet Braun, dass am 23. Au­gust mit dem Vor­sit­zen­den der CDU/CSU-Bun­des­tags­frak­ti­on, Vol­ker Kau­der, ein pro­mi­nen­ter Un­ter­stüt­zer zu ei­ner Wahl­kampf­ver­an­stal­tung kom­me.

Zum ak­tu­el­len Stand be­ton­te Braun, dass bei der letz­ten Wahl die CDU und Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel von ei­ner sehr po­si­ti­ven Stim­mung ge­tra­gen wur­den und mit fünf Stim­men an der ab­so­lu­ten Mehr­heit vor­bei­schramm­ten. Ak­tu­el­le Um­fra­gen zeig­ten, dass die Zeit ei­nes vier Par­tei­en­par­la­ments wohl vor­bei sei. „Mo­men­tan müs­sen wir da­mit rech­nen, denn so­wohl Lin­ke, als auch Grü­ne, AfD und FDP ha­ben so ho­he Um­fra­ge­er­geb­nis­se, dass min­des­tens drei von de­nen in den Bun­des­tag ein­zie­hen. Die Re­gie­rungs­bil­dung nach der Bun­des­tags­wahl wird kom­pli­zier­ter“, ist sich Braun si­cher. Zu­dem warn­te er vor den Ver­än­de­run­gen der SPD und de­ren Hoff­nung auf Rot-Rot-Grün. Kei­nes­wegs soll­te sich der Wäh­ler 2017 da­rauf ver­las­sen, dass so et­was nicht in Fra­ge kommt. „Da­rauf soll­ten sich die Wäh­ler nicht ver­las­sen“, das ha­be man in Hes­sen ge­se­hen und auch nach der Wahl und den Äu­ße­run­gen von Mar­tin Schulz im Saar­land. „Die CDU muss so stark wer­den, dass oh­ne CDU/CSU nicht re­giert wer­den kann, sonst droht Rot-Rot-Grün.“

Un­ter­stützt wird Braun wie­der­um durch ein Wahl­kampf­te­am „Te­am Hel­ge“. „Wahl­kampf ist auch im­mer wie­der ei­ne Chan­ce, Mit­glie­der zu ge­win­nen. So po­si­tiv wie bei an­de­ren, sieht bei uns die ak­tu­el­le Mit­glie­der­ent­wi­cklung nicht aus“, streif­te Braun auch den ak­tu­el­len Schulz-Hy­pe bei der SPD. „Das schlimm­ste sind laue Chris­ten“, zi­tier­te er Papst Fran­zis­kus, um dies auch auf die CDU zu deu­ten.

Ma­ri­an Pracht von der Bun­des­ge­schäfts­stel­le stell­te das Ge­mein­schafts­pro­jekt „Con­nect17“ von CDU und JU vor. Je­der drit­te Wäh­ler sei ein Spät­ent­schei­der. 2013 hät­ten über 35 Pro­zent erst in der letz­ten Wo­che ent­schie­den, ob und wen sie wäh­len. „Brief­wäh­ler und Spät­ent­schei­der ma­chen über 50 Pro­zent aus“, ver­deut­lich­te der Gast aus Ber­lin.

(Quelle: Gießener Anzeiger)

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