"Dieses wichtige Projekt braucht eine verbindliche Förderung, um Menschen mit Behinderung eine verlässliche und langfristige Beratung anbieten zu können - kompetent, unentgeltlich, neutral und objektiv." Mit diesen Worten eröffnete Kanzleramtschef Helge Braun seine Übergabe des Förderbescheids des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales an den Gießener Verein "Ich bin dabei".

Dieser Trägerverein der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) in Gießen war unter anderem von Maren Müller-Erichsen, Vorsitzende der Stiftung der Lebenshilfe Gießen, und Sven Germann, Leiter der Bezirksgruppe Gießen-Oberhessen des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen (BSBH), gegründet worden.

Die Grundlage der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung wurde mit dem Bundesteilhabegesetz geschaffen. Mittlerweile gibt es bundesweit rund 400 Beratungsstellen, die in Gießen hat am 1. Mai ihre Arbeit begonnen und bietet kostenlose Beratung rund um das Thema Teilhabe und Rehabilitation für Menschen mit Behinderung sowie deren Angehörige in Stadt und Landkreis Gießen. Dazu zähle beispielsweise die Beantragung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Möglichkeiten zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie die Unterstützung bei sonstigen Anträgen und Kontaktvermittlung an andere Institutionen. "Die Angebote und Anlaufstellen für Betroffene sind häufig unübersichtlich, wir hingegen bieten Information und Unterstützung aus einer Hand", erläuterte die ebenfalls an der Vereinsgründung beteiligte Martina Ertel, Vorstandsvorsitzende des Vereins "Ich bin dabei".

"Wir beraten individuell und unabhängig auf Augenhöhe.", ergänzten die beiden Teilhabeberaterinnen Daniela Poppe und Elena Benz. Sie stehen in enger Zusammenarbeit mit Kerstin Germann, der Leiterin der Beratungsstelle "Blickpunkt Auge - Rat und Hilfe bei Sehverlust", die an gleicher Stelle in der Frankfurter Straße 12 ansässig ist.

"Teilhabe zielt immer auf ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Unterstützungsbedarf und deren Familien - die neue Beratungsstelle bietet ihnen konkrete Perspektiven", macht Maren Müller-Erichsen, Vorstandsmitglied des Vereins und Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, abschließend deutlich.

Gießener Anzeiger

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