Volker Bouffier verteilte in Staufenberg Burger und plauderte aus dem Berliner Nähkästchen.

250 Gratis-Burger wollte Ministerpräsident Volker Bouffier eigentlich bei seinem Wahlkampfauftritt in der Vitalen Mitte in Staufenberg verteilen. Doch dann kam alles ganz anders, verspätete sich doch der hessische Ministerpräsident um gut eine Stunde, sodass schon begonnen wurde, die Burger an die gut 100 Besucher zu verteilen. Als Bouffier dann eintraf, waren zwar schon zahlreiche Burgerfans gegangen, doch ließ er es sich nicht nehmen und verteilte zunächst fleißig mit Unterstützung von Ehefrau Ursula die Leckereien, um sich dann in einer kurzen Ansprache für seine Verspätung zu entschuldigen und schon einige Aktualitäten in Sachen Diesel auszuplaudern, die dann am Samstag und Sonntag erst bekannt wurden.
In Berlin hatte Bouffier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer über die nach Gerichtsentscheidungen auch in Hessen drohenden Dieselfahrverbote gesprochen und nach Lösungen gesucht, diese zu verhindern.
"Wir müssen eine Nachrüstung durchsetzen und da ist auch klar, dass diejenigen, die nichts dafür können, die Zeche auch nicht zahlen. Es wird einen Autogipfel geben, wir werden sehen, ob die Automobilindustrie kapiert hat, dass man so nicht mit Bürgern umgehen kann." Mit einem kurzen Blick auf die am 28. Oktober anstehende Landtagswahl empfahl Bouffier, sich von den Meinungsumfragen nicht beeinflussen zu lassen. "Am Ende gibt es nur eine Wahl, die zählt". Gemäß dem Motto "Burger, Bürger, Bouffier", suchte Bouffier vor dem Burgerstand das Gespräch mit den Bürgern.
Gießener Anzeiger

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag