Gießen, 24.04.2017 - Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ stärkt die Bundesregierung die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kitas. Mit der zweiten Förderwelle, die im Januar 2017 startete, stellt der Bund bis Dezember 2020 insgesamt rund 600 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Kita „Lotte Lemke“ ist bereits seit 2016 Teil des Programms, das zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung ermöglicht.
Der Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Helge Braun (CDU) besuchte das Familienzentrum, um sich über die Verwendung der Fördermittel zu informieren.
Am Programm teilnehmende Kindertagesstätten wie das Familienzentrum „Lotte Lemke“ erhalten neben einem Budget von 100.000 Euro auch Unterstützung durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen das Kita-Team bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung.
Für das Familienzentrum „Lotte Lemke“ sei die Zusammenarbeit mit den Eltern ein wichtiger Teil des Programms, erklärte Rita Möller. Die Leiterin der Kindertagesstätte berichtete von mittlerweile 16 Nationalitäten, die im Spenerweg in Gießen vertreten sind. „Sich mit Vorurteilen auseinanderzusetzen und die Familien stärker in den pädagogischen Alltag einzubeziehen wirkt sich positiv auf die zukünftige Entwicklung der Kinder aus.“, stimmte Braun ihr zu. In seinen Augen sei Sprache der Schlüssel dafür, die Welt zu entdecken, eine individuelle Persönlichkeit zu entwickeln und soziale Beziehungen zu knüpfen. „Nicht nur deshalb darf Sprache kein Privileg sein.“, schlussfolgerte der Bundestagsabgeordnete. Für die Gestaltung der Lern- und
Bildungsprozesse in Kindertageseinrichtungen sei es unersetzlich, dass sich alle Kinder und ihre Familien unabhängig von ihrer Herkunft und ihrer Lebenssituation wahrgenommen und akzeptiert fühlen.
In der Kita „Lotte Lemke“ wird die Zusammenarbeit vielfältig gestaltet und die Eltern aktiv eingebunden: Sie sind zum Beispiel an der Organisation von Festen und Ausflügen beteiligt oder treffen sich in „Lottes Elterncafé“. „Angebote dieser Art eröffnen gute Gelegenheiten für die Eltern, miteinander ins Gespräch zu kommen und stellen für uns gute Anknüpfungspunkte dar, um über die Kinder und ihre Sprachentwicklung zu sprechen.“, so die Projektleiterin und Sprachfachkraft Krystyna Rambas.
Braun sei zufrieden mit der Berücksichtigung von Gießen im Rahmen des Programms: „Über das Stadtgebiet verteilt werden 5 Kindertageseinrichtungen aus Bundesmitteln gefördert. Damit ist sichergestellt, dass ein Impuls für die frühe sprachliche Bildung auch bei uns in Gießen ankommt.“
Der Gießener Bundestagsabgeordnete und Staatsminister bei der Bundeskanzlerin zeigte sich deshalb erfreut über das erfolgreiche Bundesprogramm und begrüßt die zweite Förderwelle von 2017-2020.

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