„Verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeld und den Wunsch zur Klärung gravierender Lücken und Ungereimtheiten in einer Studie als Mutlosigkeit zu bezeichnen ist eine eigenartige Sichtweise der SPD “, so CDU-Fraktionsvorsitzender Claus Spandau nach Lektüre der SPD-Pressemeldung. „Außerdem scheint Frau Dr. Haubrich die Berichte nicht richtig gelesen und Anträge der CDU-Fraktion schon wieder vergessen zu haben, sonst wüsste Sie, dass Ihre Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen.“

Die CDU-Fraktion steht schon immer für die Stärkung des ländlichen Raums, auch und gerade im Lumdatal. Genau aus diesem Grund haben wir im September 2017 einen Antrag gestellt, der die Herausforderungen der Kommunen im Lumdatal analysieren und die regionale Strukturentwicklung verbessern sollte. Claus Spandau hebt hervor: „ Die Reaktivierung einer Bahnstrecke löst nicht die Herausforderungen im Lumdatal. Die SPD erweckt den Eindruck, als ob mit der Reaktivierung alle Probleme gelöst seien. Dabei sind die Herausforderungen wesentlich vielschichtiger. Diese notwendige Gesamtbetrachtung und ein koordiniertes Vorgehen hat die Koalition aus SPD, Freien Wählern und Grünen damals leider abgelehnt.“
Auch in der aktuellen Debatte hat die CDU mehrmals betont, dass man natürlich für eine Stärkung des ÖPNV und des Lumdatals eintreten werde, allerdings müsse dies zielorientiert und ideologiefrei erfolgen. Der Vorwurf der SPD-Fraktionsvorsitzenden die CDU habe kein Konzept und verstecke sich hinter den Fragen ist somit erkennbar falsch und soll die kritischen Fragen diskreditieren. Genauso falsch ist die Behauptung die CDU setze einzig und allein auf das Konzept der ehrenamtlichen Bürgerbusse. „Hätte Frau Dr. Haubrich die Berichte richtig gelesen, hätte Sie erkennen müssen, dass wir von einem Schnellbusliniensystem mit entsprechendem Zubringerverkehr gesprochen haben. Das ist etwas völlig anderes, als Bürgerbusse“, betont Claus Spandau.
Wenn das Konzept der SPD zur Stärkung des ländlichen Raums einzig und allein aus der Reaktivierung der Bahnstrecke besteht, bei der Kosten scheinbar keine Rolle spielen, offenbart dies die wahre Konzeptlosigkeit der Kreiskoalition. Die Entwicklung des Lumdatals hängt nicht von den zu beauftragenden Gutachten ab, wie Frau Dr. Haubrich der Öffentlichkeit einreden will.

Zum Vorwurf in Bezug auf die benötigten Triebwagen verweist Fraktionsgeschäftsführer Tobias Breidenbach auf die Stellungnahme von Hessen Mobil. Dort heißt es wörtlich: „Offen bleibt bei dieser Betrachtung, ob durch linienübergreifenden Fahrzeugeinsatz tatsächlich ein Fahrzeug eingespart werden kann.“ Wenn die SPD-Fraktion diese Bedenken mit Argumenten widerlegen könne, sei schon eine Frage der CDU-Fraktion beantwortet. Merkwürdig ist für ihn auch die Sichtweise der SPD-Fraktion zu den Kosten, die auf die anliegenden Kommunen zukommen. Natürlich seien auch diese förderfähig, was die CDU-Fraktion im Übrigen auch nie geleugnet habe. Bei den zu erwartenden Summen müsse aber trotzdem von einem Eigenanteil in mindestens 6-stelliger Höhe auszugehen. Förderung bedeute nicht Kostenübernahme, weshalb die Behauptung die Errichtung eines neuen Haltepunktes sei mit keinen Kosten verbunden sehr verwunderlich ist.

„Die CDU-Fraktion versteckt sich nicht hinter Fragen oder verschließt die Augen vor Chancen, sondern ist jederzeit bereit für eine zielgerichtete und sinnvolle Stärkung des ländlichen Raums einzutreten. Anstatt unsere Fragen als Mutlosigkeit zu diskreditieren, sollte die SPD sich lieber mit ihnen auseinandersetzen und nicht nur die Chancen, sondern auch die bestehenden Risiken betrachten“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Claus Spandau abschließend.

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