Verkehrsminister Scheuer und Ministerpräsident Bouffier bei Oktoberfest der CDU Langgöns

Bouffier widmetes ich eben so dem Abgasskandal. Aufs Neue stellte er dabei sein Bestreben heraus, Fahrverbote zu verhindern. Marius Reusch, Bürgermeisterkandidat von CDU, FDP und Grünen, zeigte sich in seiner Rede kämpferisch. Angesichts der »Konkurrenz« aus Berlin und Wiesbaden betonte er: »Ich möchte Bürgermeister werden, und das soll auch nicht untergehen an diesem Abend.« Tat es nicht. So sagte Bouffier dem Kandidaten volle Unterstützung zu und rief zur Geschlossenheit auf: »Wir als Union gehören zusammen.« Natürlich äußerte sich Bouffier auch in »eigener Sache«, als Spitzenkandidat für die Landtagswahl. Möglichen Koalitionspartnern wünschte er alles Gute, »aber nicht auf unsere Kosten«. Bouffier streifte eine Reihe landespolitischer Themen, sprach sich für einen weiter moderaten Sparkurs aus (»Haushalt ohne Schulden, doch zahlreiche Investitionen«) und erneuerte die These: »Schulden von heute sind Steuer Erhöhungen von morgen«. Dass Hessen aus dem Haushalt des Bundesverkehrsministeriums elf Milliarden Euro für Investitionen erhalte, das neue Bundesfernstraßenamt mit Hauptsitz in Leipzig auch in Gießen eine Vertretung haben werde, auch das kam beim Oktoberfest im »Gambrinus« auf den Tisch. Die Vertreter von Kommunal-, Landes- und Bundespolitik warfen sich die Bälle zeitweise hin und her. Politik zum Anfassen, was der guten Stimmung im Saal zuträglich war.
Gießener Allgemeine

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