Die traditionelle Feier des CDU-Kreisverbandes zum Jahrestag der Deutschen Einheit fand auch in diesem Jahr unter Einhaltung der Corona-Bedingungen in Gießen Klein-Linden statt. CDU-Kreisvorsitzender Prof. Dr. Helge Braun konnte rund 80 CDU-Mitglieder unter freiem Himmel begrüßen. Zu Beginn der Veranstaltung betonte Braun die große Freude und das große Glück, seit mittlerweile 30 Jahren in einem geeinten Deutschland leben zu können und erinnerte an die historische Bedeutung der friedlichen Revolution und des Mauerfalls, die den Grundstein für die Wiedervereinigung gelegt haben. Im Anschluss an die Rede Brauns beleuchteten Wilfried Schmied, Peter Neidel und Felicitas Beuschel aus dem Blickwinkel der unterschiedlichen Generationen, was sie mit der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands verbinden. Während für die älteren Generationen die innerdeutsche Grenze jahrzehntelang zur Lebensrealität gehörte und der Todesstreifen als mahnendes Zeichen für jedermann sichtbar war, so hat die Generation der heute 30-jährigen die deutsche Teilung und den Mauerfall nicht mehr selbst miterlebt und ist wie selbstverständlich in einem geeinten Deutschland aufgewachsen.
Die unterschiedlichen Blicke und Bezugspunkte zur deutschen Teilung und Wiedervereinigung machten die Bedeutung der Erinnerung und des Gedenkens an dieses Kapitel der deutschen Geschichte deutlich, insbesondere für die Generationen, die bereits im wiedervereinten Deutschland aufgewachsen sind. So stimmten alle Redner darin überein, dass es wichtig ist, der Wiedervereinigung im Rahmen eines nationalen Feiertags zu gedenken und damit die Erinnerung an das Unrecht und die vielen Schicksale, die mit der deutschen Teilung verbunden waren, wach zu halten.

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