Die CDU-Fraktion im Kreistag des Landkreises Gießen setzt sich für die Förderung der heimischen Ausbildungsbetriebe mit einem Ausbildungs-Bonus ein. Im Haushalt des Landkreises Gießen für das nächste Jahr sollen dafür laut Antrag der CDU 150.000 Euro bereitgestellt werden. Insbesondere Betriebe, die durch die Corona-Pandemie besonders stark betroffen sind, sollen mit dem Ausbildungs-Bonus unterstützt werden, damit sie im Ausbildungsjahr 2021 Ausbildungsplätze anbieten können.
Für die CDU-Fraktion erläutert Fraktionsmitglied Christopher Lipp den Antrag: „Die Corona-Krise darf nicht zu einer Ausbildungskrise führen. Unsere heimische Wirtschaft ist auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen, sodass weniger Ausbildungsplätze mittelfristig zu einer Verschärfung des Fachkräftemangels führen. Auch in Zeiten der Corona-Pandemie muss jungen Menschen, die eine Ausbildung beginnen möchten, eine verlässliche Perspektive für ihre berufliche Zukunft eröffnet werden. Im Sinne der Förderung der heimischen Ausbildungsbetriebe sowie des heimischen Arbeitsmarktes sind deshalb auch seitens des Landkreises Maßnahmen erforderlich, um einer Ausbildungskrise entgegenzuwirken.“
Der CDU-Antrag nimmt Bezug auf ein Förderprogramm des Bundes, das für das Ausbildungsjahr 2020 eine Ausbildungsprämie vorsieht. Die Fortführung des Programms im Ausbildungsjahr 2021 ist derzeit jedoch noch offen, sodass die CDU-Fraktion den Landkreis Gießen in der Verantwortung sieht, den lokalen Ausbildungsmarkt mit zu unterstützen. Hierfür soll angelehnt an die Bundesprogramme „Ausbildungsprämie“ und „Ausbildungsprämie plus“ für kleinere und mittelständische Unternehmen, die besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen sind, ein Bonus für jeden abgeschlossenen Ausbildungsvertrag ausbezahlt werden, sofern für das Ausbildungsjahr 2021 gleich viele Ausbildungsverträge abgeschlossen werden, wie der Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Auch für jeden zusätzlich geschaffenen Ausbildungsplatz soll ein Ausbildungsbonus ausbezahlt werden. Die Höhe des Bonus soll in einer Förderrichtlinie geregelt werden, die der Kreisausschuss nach Beschluss des Antrags ausarbeiten soll.

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