Einen umfassenden Überblick über verschiedene Schwerpunkte und Projekte der Polizeidirektion Gießen erhielten Mitglieder der CDU- Kreistagsfraktion bei einem Besuch im Polizeipräsidium. Vor dem Hintergrund zunehmender Gewalt, Bedrohungen und Beleidigungen sowohl gegenüber Polizei- und Feurwehrkräften als auch Rettungs- und Ordnungsdiensten baten Fraktionsvorsitzender Claus Spandau und sein Stellvertreter Martin Hanika um Informationen zur Sicherheitslage im Kreis und in der Stadt Gießen.
Herr Polizeivizepräsident Kreuter und der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Gießen, Herr Polizeirat Jilg, erläuterten ausführlich die Probleme im Zusammenhang mit der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen, die polizeilichen Maßnahmen an den Brennpunkten in der Stadt und im Kreis sowie die Aktionen gegen Raser, Tuner und Poser. Auf Anregung der der beiden Junge Union- Vertreter Lucas Schmitz und Florian Vornlocher wurde auch die Bedeutung des Freiwilligen Polizeidienstes als weiterer Sicherheitsbaustein besprochen. Ebenso die Aktion „Schutzmann vor Ort“, die in Kürze in Langgöns und Linden eingeführt wird.
Herr Kreuter bat die Mitglieder der Fraktion um Unterstützung im Hinblick auf das Verhalten von bestimmten Personen gegenüber den Einsatzkräften. Es wurde einvernehmlich festgehalten, dass weder körperliche noch verbale Attacken gegen die Polizei und auch die anderen Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehr zu akzeptieren sind. Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion wurden konkret gebeten, die Arbeit von Polizei und Rettungskräften positiv zu begleiten.
Herr Kreuter sprach in diesem Zusammenhang aber auch an, dass seitens der Polizei strafrechtlich und disziplinarrechtlich bedeutsamen Pflichtverstößen von Polizeibeamtinnen und –beamten nicht geduldet und entsprechend untersucht sowie geahndet werden. Jedes Fehlverhalten von Einzelnen beeinträchtige das Ansehen der gesamten Polizei.
Zum Abschluss der außerordentlich aufschlussreichen Zusammenkunft versicherte Martin Hanika den Herren Kreuter und Jilg die Verbundenheit der gesamten CDU- Fraktion mit der Arbeit der Polizeikräfte. Dieser Besuch solle dabei auch ein Zeichen besonderer Wertschätzung und Anerkennung sein: „Sie fühlen sich diesem Gemeinwesen, diesem Staat, ebenso verpflichtet wie wir“.

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