Die Vorstände der CDU in Stadt und Landkreis Gießen haben gestern gemeinsam beraten und Kandidatenvorschläge für die Landratswahl im Kreis und die Oberbürgermeisterwahl in der Stadt Gießen gemacht. Beide Wahlen finden zusammen mit der Bundestagswahl am 26. September statt.

Danach soll der aus Heuchelheim stammende Bürgermeister der Stadt Gießen, Peter Neidel, für die CDU als Landrat kandidieren und Frederik Bouffier, der sowohl der Stadtverordnetenversammlung als auch dem Kreistag angehört, in Gießen als Oberbürgermeister kandidieren. Beide wurden von den Gremien einstimmig vorgeschlagen. Die Vorschläge sollen jetzt noch auf Mitgliederparteitagen Ende Juni bestätigt werden.

In seiner Funktion als Kreisvorsitzender der CDU machte Helge Braun den Vorschlag für die Landratskandidatur: „Peter Neidel ist der ideale Landratskandidat für uns. Er kommt aus dem Kreis und hat hauptamtliche Politikerfahrung als Bürgermeister in der Stadt Gießen. Damit verbindet er `Stadt und Land` in vorbildlicher Weise. Mit seiner herzlichen Art, seiner Sachkompetenz als Richter und seiner Verwaltungserfahrung als Bürgermeister ist er das ideale Verwaltungsoberhaupt für den Landkreis Gießen, das gemeinsam mit unserer neue Kreiskoalition mit Grünen und Freien Wählern das ehrgeizige Zukunftskonzept umsetzt, das wir uns als neuen Aufbruch für den Landkreis Gießen vorgenommen haben.“

Der Gießener Stadtverbandsvorsitzende Klaus Peter Möller begründete seinen Vorschlag, Frederik Bouffier als Oberbürgermeisterkandidaten zu nominieren: „Frederik Bouffier ist ein echter Gießener, der unsere Stadt mit all Ihren Chancen und Herausforderungen kennt. Menschlich und Beruflich bringt Bouffier mit, was einen guten Oberbürgermeister für alle Gießener ausmacht. Mit Frederik Bouffier in der Stadt und Peter Neidel im Landkreis können wir eine Alternative anbieten zum neuen Linksbündnis für alle bürgerlichen Wählerinnen und Wähler und für alle, die sich in dieser Linkskoalition nicht wiederfinden. Vernunft, Weitsicht, Sachlichkeit und die Bereitschaft, Menschen und Interessen zusammenzuführen, statt zu spalten, ist unsere Antwort auf die Herausforderungen der Zeit. Wir arbeiten seit Jahren im Stadtverband und in der Fraktion gut und vertrauensvoll zusammen, sodass ich mich über seine Zusage freue, zu kandidieren und sich den Menschen unserer Stadt so als Oberbürgermeisterkandidat anzubieten.“

Braun und Möller unterstrichen, dass von den beiden aufeinander abgestimmten Nominierungen ein starkes Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Landkreis Gießen ausgeht. Die CDU präsentiere mit Christopher Lipp als erstem Kreisbeigeordneten sowie dem Landrats- und OB-Kandidaten ein neues, zukunftsfähiges und sehr harmonisches Team für die abgestimmte kommunalpolitische Arbeit in Stadt und Landkreis Gießen, betonten beide übereinstimmend.

Große Zustimmung erhielt Peter Neidel für die Erläuterung seiner Motivation, Landrat im Kreis Gießen werden zu wollen: „Der Landkreis Gießen ist meine Heimat. Ich möchte den politischen Neustart im Landkreis maßgeblich mitgestalten und unseren Kreis modern, bürgerfreundlich und nachhaltig weiterentwickeln. Wir haben uns die Digitalisierung, den Umwelt- und Klimaschutz und die wirtschaftliche Stärkung des Landkreises als große Ziele gesetzt. Daran möchte ich mit Leidenschaft arbeiten, meine Erfahrungen und Kenntnisse einbringen und zugleich den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. Ich möchte als Landrat dazu beitragen, unseren Landkreis lebens- und liebenswert zu gestalten. Unser Landkreis kann mehr!“

Große Freude herrscht in den CDU Gremien auch über die Bereitschaft von Frederik Bouffier, als Oberbürgermeister in Gießen zu kandidieren. Dazu führte er aus: „Ich bin in Gießen aufgewachsen und habe nahezu mein ganzes Leben hier verbracht. Es ist mir deshalb eine Herzensangelegenheit in meiner Heimatstadt für die CDU als Oberbürgermeister zu kandidieren. Ich möchte Oberbürgermeister aller Gießenerinnen und Gießener werden und setze auf einen starken Austausch mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Gießen ist eine lebendige und junge Stadt mit großen Entwicklungschancen. Dieses Potential wurde bislang nicht richtig genutzt. Beispielsweise in der Digitalisierung, der Wirtschaftsförderung oder der Entwicklung unserer Innenstadt und der Stadtteile müssen wir in Zukunft starke Akzente setzen. Eine enge Abstimmung mit dem Landkreis ist hierfür zwingend. Ich freue mich deshalb sehr auf den gemeinsamen Wahlkampf mit unserem Landratskandidaten Peter Neidel.“

In der anschließenden Aussprache wurde von den CDU-Vertretern aus den unterschiedlichsten Bereichen deutlich gemacht, dass die CDU damit über ein sehr überzeugendes und starkes Personalangebot für die Wahlen am 26. September verfügt. „Jetzt freuen wir uns richtig auf den Wahlkampf!“, sagte ein Teilnehmer.

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Kontaktperson

Markus Schmidt

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